Halbgar.

Müsste ich ein Wort finden, um meinen aktuellen Zustand zu beschreiben, wäre es dieses. Halbgar. Irgendwie geht gerade gar nichts richtig. Schreiben nicht. Arbeiten nicht. Im Grunde, Leben nicht. So viel ich-müsste-eigentlich. So wenig ich-habe-endlich. Es brodelt unter meiner Oberfläche, ich merke es. Das Brodeln reicht, um anzufangen – aber nicht, um zu Ende zu bringen. Im Moment, so scheint es, kann ich nichts zu Ende bringen. Nicht mal Texte für diesen Blog. Dabei hätte ich Texte – angefangene. Halbgare. Entstanden aus einer Idee, die ich aber nicht so lange festhalten kann, dass ich es schaffe, sie bis zum Ende aufs virtuelle Papier zu bringen. Auch aufs echte nicht, im Übrigen. Halbgar zieht einfach so viel Energie – ohne aber etwas zu befeuern. Es entsteht nichts, auf das man blicken und sehen kann: Da ist die Energie hingegangen. Halbgar ist der Nachbar, der deinen Strom anzapft und während du immer brav alle Geräte ausknipst, statt sie auf Stand-by zu lassen, kannst du am Ende erstmal saftig nachzahlen. Ich muss raus, aus halbgar. Ich weiß nur nicht, wie. Vielleicht wäre es gut, mal mit dem Nachbarn zu reden.

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